Dienstag, 3. Mai 2011

die kirche ist nicht ganz voll, aber es sind schon einige menschen da. 
einige menschen die abschied nehmen, abschied von einem menschen, der alt war, der tot ist, der vermisst wird, hier und jetzt, am meisten wird er sicher von seinem sohn und all seinen geschwistern vermisst.
es wird gesungen und geweint, es war traurig, sehr sogar.
es wird erzählt wie lebendsfroh er doch war, dass er so gerne in seinem garten gearbeitet hat, dass er noch mit 90 jahren mit seinem sohn im urlaub war, mit verdammten 90 jahren! es war ok, es war okay, dass er starb, er war alt und irgendwann geht  jedes leben zu ende, aber doch war es so traurig zu sehen wie der sarg auf dem friedhof hinuntergefahren wurde, bis er ganz unten angekommen ist, es war einfach nur schlimm.
er war ein bruder von meinem opa.
 
 
und ich erzähle, ICH WILL STERBEN?
soviel trauer, soviel leid, soviel unglückliche gesichter, soviele tränen, soviele ungesagte wörter, soviele fragen, sowenig antworten UND ICH WILL STERBEN?
für mama und all die, die mich schätzen könnt ichs nicht, glaube ich

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